Verband Deutscher Lehrer im Ausland

Im Gastland
Die ersten Tage am Einsatzort

Der Dienst im Ausland ist bereichernd aber immer auch fordernd. Sie und eventuell Ihre Familie müssen sich auf eine neue Umgebung einstellen, eventuell eine Ihnen unbekannte Kultur und Sprache kennenlernen. Und das, während Sie Vollzeit arbeiten.

Der wohl wichtigste Unterschied zum Inland: Ihr Arbeitgeber ist ein privater Schulträger. Sie haben im Ausland nicht die Rechte des deutschen Arbeitsvertrages und auch keine Personalvertretung! Außer den Verbänden – wie beispielsweise dem VDLiA – findet im Ausland keine Vertretungen Ihrer Arbeitnehmerinteressen statt. Das kann unangenehme Auswirkungen haben, besonders bei Interessenkonflikten mit der Schulleitung.

Ansprechpartner vor Ort
In der Regel haben die Schulen Personal, das Ihnen bei der Erledigung der wichtigen ersten Schritte in der Landessprache behilflich ist. Unter dem Punkt „Umzug“ finden Sie generelle Hinweise zum Transport Ihrer Möbel (oder eventuell deren Einlagerung) und zur Wohnungs- und Autosuche. Planen Sie auch für das Anmelden eines Kontos, des Handys, des Autos, Kauf von Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Kühlschrank, Fernsehen ausreichend Zeit ein. Manche Länder haben andere Stromstärken und Ihre deutschen Geräte können Sie nur mit Transformator benutzen. Eine individuelle, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Krankenversicherung für das Ausland, können Sie durch eine Mitgliedschaft im VDLiA erwerben.
Sprache und Kultur verstehen lernen
Planen Sie Zeit ein, die Landessprache zu erlernen, manche Schulen bieten Kurse oder finanzielle Unterstützung dafür an. Fragen Sie rechtzeitig und hartnäckig um Hilfe!
Sicherheit

An manchen Standorten müssen Sie sich über die Sicherheitslage Gedanken machen. Das kann Kriminalität aber auch extreme Wetterphänomene betreffen. Das sollten Sie auch bei Mobilität im Land und Ihrer Wohnungssuche bedenken. Zum Thema Mietverträge und Mietpauschale lesen Sie hier.

Auto fahren
Normalerweise müssen Sie an Ihrem Wohnort nach einigen Monaten eine inländische Führerscheinprüfung machen. Bedenken Sie, dass in einigen Ländern anderes Strafrecht gilt, besonders bei Unfällen mit Todesfolge. Schließen Sie gegebenenfalls eine Versicherung ab. Kontaktieren Sie umgehend den Arbeitgeber und eventuell die Botschaft, sollten Sie in einen Unfall verwickelt werden.